Mirjam Landré-Ogbukagu gründete nach ihrem erfolgreichen Studium das Institut für Pferdeernährung mit dem Ziel, sich intensiv mit futterbedingten Zusammenhängen in der Pferdehaltung auseinanderzusetzen.
In der täglichen Praxis zeigt sich immer wieder, welchen Einfluss eine korrekt abgestimmte Fütterung auf das Wohlbefinden und die Belastbarkeit von Pferden haben kann. Auffälligkeiten wie Atemwegsproblematiken, Headshaking oder sogenannte hypermobile Pferde stehen häufig im Zusammenhang mit Fütterung, Haltung und der Qualität des Grundfutters.
Unser Ansatz geht dabei deutlich über eine klassische Futterberatung hinaus.
Wir betrachten das Pferd ganzheitlich und entwickeln auf dieser Basis individuelle, strukturierte Fütterungskonzepte, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des einzelnen Pferdes orientieren.
Warum heißt es Institut für Pferdeernährung?
Forschen bedeutet für mich, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu beobachten und offen zu bleiben für neue Erkenntnisse – und das ist auch ohne Doktortitel möglich.
Der Name Institut für Pferdeernährung steht für einen strukturierten, analytischen Arbeitsansatz. Ich beschäftige mich intensiv mit Themen rund um Pferdeernährung, Mineralstoffversorgung und deren Einfluss auf das gesamte System Pferd.
Dabei geht es nicht um Titel, sondern um Neugier, Erfahrung und die Bereitschaft, Dinge immer wieder neu zu betrachten.
Unser krankes Pferd Sissy
Sissy war das Pferd, das vieles verändert hat.
Sie hat uns gezeigt, wie entscheidend Fütterung, Mineralstoffversorgung und ein genaues Hinschauen sein können.
Mit einem schweren Asthma und ausgeprägten arthrotischen Veränderungen im Hals- und Genickbereich stellte sie uns vor große Herausforderungen. Der klassische Weg hätte dauerhaft medikamentöse Begleitung bedeutet. Stattdessen begannen wir, ihre Ration konsequent zu hinterfragen und neu aufzubauen.
Durch eine gezielte, bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung – ohne Zusatzfutter, ohne unnötige Komponenten, ausschließlich über die passenden Mineralien – gelang es, Sissy langfristig stabil zu halten. Sie blieb symptomfrei im Alltag und konnte trotz ihrer Befunde weiterhin geritten werden.
Sissy war der Ausgangspunkt für unseren heutigen Ansatz:
nicht Symptome isoliert zu betrachten, sondern das Pferd als Ganzes zu verstehen und die Fütterung konsequent an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Mirjam Landré-Ogbukagu
Mein Anspruch ist es, Bestehendes stets zu hinterfragen.
Nur weil Dinge „schon immer so gemacht wurden“, heißt das nicht automatisch, dass sie auch heute noch der richtige Weg sind.
Gerade in der Pferdeernährung zeigt sich, dass veraltete Lehrbuchwerte und pauschale Empfehlungen der Realität vieler Pferde oft nicht mehr gerecht werden. Veränderungen in Haltung, Nutzung und Futterqualität erfordern ein neues, differenziertes Denken.
Deshalb basiert unsere Arbeit nicht auf starren Vorgaben, sondern auf kritischer Betrachtung, Erfahrung und individueller Analyse – immer mit dem Ziel, Lösungen zu finden, die zum einzelnen Pferd passen.